In erster Linie soll diese Seite unsere Patienten mit zusätzlichen Informationen versorgen, bzw. eine Beratung noch einmal schriftlich zusammenfassen und ggf. ergänzen. Die Darstellung ist also subjektiv, unverbindlich und vermittelt Ihnen die Vorstellungen des Autors (U. Karsten) auf naturwissenschaftlicher Basis. Selbstverständlich ersetzen die hier gegebenen Informationen nicht die individuelle ärztliche Beratung und sind nicht als allgemeingültig zu verstehen.

Termine – ganz wichtig

Wir geben Termine für planbare Arztbesuche und können die auch ziemlich gut einhalten. Aber es gibt natürlich auch Hautkrankheiten, die überraschend auftreten oder sich akut stark verschlechtern. Diese Patienten sollten so kommen – bitte nicht anrufen, weil wir einen Termin am nächsten Tag nicht mehr vergeben können. Aber wir haben Pufferzeiten, wo wir Unvorhergesehenes erledigen können.

Der Eilfall weiter lesen

Ständig fallen uns Haare aus – sie werden nach ihrer Lebenszeit von etwa 4 Jahren erneuert. Bei ca 100.000 Kopfhaaren haben wir also 4 Jahre = 4×365 = 1460 Tage Zeit alle auszuwechseln. Das macht 68 Haare durchschnittlich pro Tag, wenn sie denn gleichmäßig ausfielen. Da es aber Schwankungen gibt, die hormonell und/oder jahreszeitlich bedingt sind, kann man Zeiten haben, in denen deutlich mehr Haare ausfallen, salopp und nicht verkehrt wird auch von „Herbstmauser“ gesprochen!

Nun ist täglich an vielen unserer meist männlichen Mitbürger zu beobachten, dass mit deren Haarausfall irgendetwas schief gelaufen sein muss, denn weiter lesen

Der erfahrene Hautarzt kann allein durch Befragung, Hingucken mit dem blossen Auge, an-den-Haaren-ziehen und ggf. Inspektion mit dem Auflichtmikroskop eine sichere Diagnose stellen.

  1. Befragung: Liegen Allgemein-Erkrankungen vor? Medikamente oder hochfiebrige Erkrankungen in letzter Zeit?
  2. Hingucken: liegt eine andere Erkrankung – wie Ekzem, Haarwurzelvereiterung oder Narbenbildung vor?
  3. Hingucken: Ist ein Verkahlungsmuster (engl. „pattern“) erkennbar? … weiter lesen

Anlagebedingter Haarausfall – Was kostet eine Beratung?

Im Sprechzimmer treffen also eine schwer verunsicherte (Kassen)-Patientin und ein hochprofessioneller Fachmann aufeinander. Da der Hautarzt aber beim normalen (Kassen)-Patienten ja von der Diagnose sozusagen überrascht wird, kann er schlecht während der Untersuchung sagen, so ab jetzt bist Du Privatpatient, sonst sag ich gar nichts mehr. Ihm bleibt gerade wegen des vollen Wartezimmers nichts anderes übrig als den Fall, für ihn ja klar, schnell (und viel zu schnell für die arme Patientin) für heute abzuschliessen.

Warum diese Hetze – es fallen doch MEINE Haare aus?!!

Nun, der Dermatologe bekommt das gigantisches Honorar von 14€ (für alle Termine im ganzen Quartal). weiter lesen

Haarausfall – Was geht da ab?

Die weitaus häufigste Ursache des krankhaften Haarausfalls ist die anlagebedingte Glatzenbildung. (Die zum Haarverlust führenden Erkrankungen der Kopfhaut sind hier nicht mein Thema!!) Was beim anlagebedingten Haarausfall genau abläuft, ist nach wie vor nicht in allen Einzelheiten bekannt, ganz offensichtlich aber bei Mann und Frau unterschiedlich.

Im Endergebnis passiert aber folgendes: Nach dem letzten Ausfall eines einzelnen Haares wird eine Art Schalter in der Haarwurzel umgelegt und das neue, nachwachsende Haar bleibt klein und hässlich, ein Flaumhaar, welches man nicht mehr sehen kann. Eine hoher Prozentsatz an miniaturisierten Haaren ist sehr typisch für den anlagebedingten Haarausfall. Jahre später sind sogar nur noch Talgdrüsenreste übrig. Der Haarausfall betrifft die Scheitel und Hinterhauptregion, diese Haut stammt stammesgeschichtlich von der Gesichtshaut ab, wohingegen der Haarkranz eine hochgezogene Halshaut darstellt. Die Haarwurzeln dieser beiden Gebiete sind unterschiedlich empfindlich in ihrer Reaktion auf männliche Hormone.

Wenn Sie hier klicken sehen Sie eine kurze Präsentation zum Thema, die Ihnen einen guten Überblick gibt.

Um nässende Hauterkrankungen trocken zu bekommen, behandeln wir Gleiches mit Gleichem…mit feuchten Umschlägen!

Die Idee dahinter: feuchte ausgewrungene Lappen saugen besser als trocken/steife Gewebe.

Sie können hier wie folgt vorgehen:

weiter lesen

Die letzte Veröffentlichung über das Thema Selbstmord und Isotretionin – eigentlich kalter Kaffee – aber in Deutschland dienten 2 bedauerliche Selbstmorde junger Männer der Füllung des Fernseh-Sommerloches 2011 unter der Überschrift: Hautärzte bringen Aknepatienten um!! weiter lesen

Chondrodermatitis nodularis helicis WINKLER

Keine andere Erkrankung am Ohr tut so weh auf einer so kleinen Stelle – ein kleiner Knubbel an der oberen Kante der Ohrmuschel – das Opfer kann vor Schmerz nicht schlafen.

Der extreme Schmerz hilft bei der Unterscheidung zum weissen Hautkrebs.

Bei der Erkrankung kommt es irgendwie zu einer Minderdurchblutung in den oberen Teilen der Ohrmuschel, mit der Folge, dass der dort ganz am Rande liegende Knorpelteil abstirbt und durch ein schmerzhaftes kleines Geschwür nach aussen ausgestossen werden soll. Das klappt aber nur sehr bedingt, sodass das schmerzhafte Loch bestehen bleibt und seinerseits die Durchblutungssituation eher verschlechtert. weiter lesen

Im Gegensatz zu der Behandlung im Krankenhaus, wo man mit geringen Konzentrationen 24 Stunden am Tag therapiert, behandelt man in der ambulanten Therapie mit hohen Konzentrationen für kurze Zeit. Eigentlich ist es ganz einfach: weiter lesen

Cignolin

Keine Kommentare

Zu einem echten Heilmittel gehört immer eine gute Geschichte: Hier beginnt sie zu Kaiser Willhelms Zeiten. Ausser Teer hatten die Dermatologen damals mehr oder weniger nur Chysarobin zur Behandlung der Schuppenflechte parat. Chysarobin ist ein Harz aus einer brasilianischen Urwaldbaumrinde. Als Naturprodukt unterlag es Schwankungen in seiner Wirkstärke, sodaß eine befriedigende Therapie auch damit nicht möglich war.

Und dann führte Deutschland ja ab 1914 Krieg mit England (und einigen anderen Staaten). Die Engländer waren so gemein und verhängten eine Seeblockade über Deutschland, sodaß das Harz nicht mehr eingeführt werden konnte weiter lesen

 

Dünnes Melanom

hier leider nur ein Auflichtbild – ein SSM

Das war kein guter Monat. Viel zu viele dicke und damit gefährliche Tumore, nämlich vier Stück. Alles Männer – nur das “harmlose” dünne fand sich bei einem jüngeren Mann. Die anderen aus der Risikogruppe ältere Männer, die nicht gern zum Arzt gehen….

3mm dickes Melanom

3mm Melanom

Die PDT erfordert nach der mechanischen Entfernung der tastbaren krankhaften Verhornungen eine spezielle Salbe für die erkrankte Haut etwa 4-5 Stunden vor der eigentlichen Lichttherapie

WiRA-Lampe für die PDT und Warzentherapie

 mit Rotlicht. Für diese Zeit wird das behandelte Gebiet mit einer Plastikfolie abgedeckt. Während der Einwirkzeit verstoffwechseln die Hautzellen den Salbenwirkstoff 5-ALA zu einem Porphyrin. Allerdings haben nach der Einwirkzeit die gesunden Zellen das Porphyrin schon wieder ausgeschieden, die kranken Zellen aber nicht.

Zum Zeitpunkt der Lichtbehandlung weiter lesen

Aktinische Keratosen – Lichtschäden

Dieser Betrag richtet sich an die vor 1950 geborenen Internet-Freaks.

In unserer Bevölkerung nimmt die Zahl der Menschen mit lichtbedingten Hautschäden und das Ausmaß der Schäden immer weiter zu.

Die aktinischen Keratosen entstehen, wenn die Selbstheilungskräfte der Hautzellen durch langjährige UV-Licht-Belastung erschöpft sind.

Die Patienten sind daher meist älter (hatten lange Gelegenheit im Freien herum zu laufen), waren eher rothaarig oder blond (können nicht so gut schützende Bräune bekommen wie dunklere Typen), haben oft einen Garten und eine Glatze (letzteres eine üble Kombination…)

Die aktinischen Keratosen sind prinzipiell Krebsvorstufen, d.h. im Augenblick sind sie ungefährlich, aber erstens kann sich das ändern und zweitens sind dickere Keratosen auch doch schon mal ein ganz frühes Karzinom.

Die Behandlungen:

Phenol -
Kryotherapie
PDT

Link auf die Seite “Weisser Hautkrebs.de” – vom Hersteller von Solaraze-Gel (was wir auch gerne verschreiben)

Die „Rote Flechte“ oder „Knötchenflechte“ ist eine hautärztliche Spezialität. Man findet kleine rote, scharf begrenzte und ganz flache Erhabenheiten (so wie der Tafelberg am Cap der Guten Hoffnung); als Besonderheit weisen diese Erhabenheiten feinste weissliche Linien auf der Oberfläche auf. Meist ziemlich juckend, kann man davon einige wenige oder tausende aufweisen.

Wenn der Lichen „nach innen“ schlägt, findet man auf der Wangenschleimhaut eine weiße Netzzeichnung, die manchmal schmerzhaft ist. Die Eichel beim Mann und der Scheideneingang der Frau können ebenfalls Knötchen oder Ringe aufweisen.

Die gute Nachricht: Die Erkrankung ist nicht ansteckend!!! weiter lesen

Die auch Kleieflechte genannte, Flecken auf der Haut erzeugende Krankheit, ist genauso leicht zu behandeln, wie sie rückfällig wird.

 Der Auslöser ist ein Hefepilz, der bei allen Erwachsenen in den Haarwurzeln nachweisbar ist. Dort stört er nicht. Es gibt aber Menschen, deren Immunsystem es offenbar zulässt, dass dieser Pilz seine Heimat aufgibt und sich auf die Hautoberfläche begibt. Dort führt sein Wachstum zu einer leichten fleckförmigen Abschuppung („Kleie“). Die Flecke sind im Sommer auf brauner Haut meist hell (liegt an einer bleichenden Substanz, die die Pilze herstellen) und bei blasser Haut eher bräunlich (was an der Eigenfarbe des Pilzes liegt). Daher der lateinische Namensteil „Versi-color“.

Wie eben schon angedeutet, weiter lesen

Beipackzettel für angemischte Rezepturen

Vitamin A Säure – Tretionin

Die Creme ist oft in der Anfangszeit reizend. Da das Medikament aber regelmäßig verwendet werden soll, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten auf eine Reizung zu reagieren:

Nur alle zwei Tage verwenden, später aber, wenn man sich daran gewöhnt hat, Anwendungshäufigkeit steigern!Verdünnen der Creme. Man sollte aber die gleiche Basiscreme wie in der Apothekentube verwenden.  Fragt den Apotheker! Also eine irgendwie merkbare (z.B. eine 1/2 cm lange Portion) mit der gleichen Menge Verdünnung in der Hohlhand vermischen – und dann davon die Hälfte wegwerfen – denn sonst schmiert man sich ja doch die ganze Creme ins Gesicht, und dann reizt es natürlich genauso wie vorher, denn es kommt ja auf die Menge Medikament pro Hautoberfläche und nicht auf die Menge Medikament pro Salbengramm an.

Die zu behandelnde Haut muss richtig trocken sein, nicht nur abgetrocknet!! Auf feuchter Haut ist die Vitamin A Säure besonders reizend!

Da die Creme keine Wäsche entfärbt, ist es eine gute Idee sie gegen Abend aufzutragen, es sei denn, man muss vor dem Schlafengehen duschen.

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Beipackzettel für angemischte Rezepturen

Ketoconazol

Ketoconazol ist das wirksamste Medikament für die auf der normalen Haut vorkommende Hefepilzart Pityrosporum ovale (P.ovale). Wir verwenden Ketoconazol gerne bei der besonders im Gesicht vorkommenden Seborrhoischen Dermatitis, bei dieser Erkrankung spielt die Hefe eine etwas verquaste Rolle bei der Auslösung. Oft reicht das Fertig-Arzneimittel Nizoral ® – aber es gibt Patienten, die neben der reinen Seborrhoischen Dermatitis eine trockene, reizbare Haut haben, für die empfehlen wir gerne Ketoconazol in der nicht reizenden Spezial-Creme, denn diese Zeitgenossen haben mit den üblichen Cremes und Salben echte Schwierigkeiten und ein erheblicher Teil ihrer Beschwerden rührt von Hautreizungen durch die verwendeten Cremes her!

Diese Patienten können sich unsere angemischte Creme gern mehrmals täglich gönnen, zwar würde einmal täglich Ketoconazol sicher reichen, aber die trockene Haut benötigt mehr Fett. Idealerweise benutzt man 1x angemixte Creme und so oft wie gefühlt nötig, DMS Basiscreme! Aber mehrmals Ketoconazol schadet keineswegs.

Da es sich bei der Seborrhoischen Dermatitis um eine eher chronische, anlagebedingte Erkrankung handelt, ist eine Dauertherapie oft vonnöten: Regelmässige Anwendung des Mittels Ketoconazol (das reicht von 1x pro Woche bis zweimal pro Tag, ganz individuell); wenn erforderlich: reizfreie Pflege der trockenen Haut, d.h. Waschen ohne Seife, lieber rückfettende Syndets (in der Art von „pH-neutral“ mit Jojoba-Öl).

Daueranwendung von Ketoconazol schadet nicht, es ist ein Anti-Pilzmittel, ausser einer (immer möglichen) Allergie gibt es keine Nebenwirkungen.

Sollte es gleich zu Beginn der Behandlung eine Verschlechterung im Hautzustand geben, ist dies sehr wahrscheinlich ein Zeichen, dass die weitere Behandlung gut anschlagen wird: Durch die Ketoconazol-Anwendung bedingt, liegt plötzlich viel toter Pilz vor, und das Immunsystem reagiert noch einmal ganz heftig. Kurze Behandlungspause, Pflegecreme und dann erneut behandeln, vielleicht auch erst einmal nur eine kleinere Stelle.

Urticaria - Nesselfieber: Teile der Haut sind bedeckt mit geröteten, meist erhaben tastbaren und stark juckenden Quaddeln. Gibt es grundsätzlich in zwei Varianten: kurzzeitig, ein oder wenige Anfälle und chronisch, immer wiederkehrend.

Die sogenannte akute Urticaria ist zwar lästig und beim ersten Mal auch sicher aufregend, aber letztendlich kein großes Problem: sie heilt von selbst wieder ab, ob der Arzt nun Cortison spritzt oder in Barmbek die berühmte Schaufel umfällt. Dieser Ausschlag wird  vom Patienten und dem erstversorgenden (Krankenhaus)arzt in aller Regel als „Allergie“ betrachtet weiter lesen

Manchmal sind Patienten merkwürdig anspruchsvoll. Oft hat diese  Spezies ihr Gehirn zu Hause gelassen, anders kann ich solches Verhalten nicht verstehen.

Als kleines Beispiel weiter lesen

Dieser Beitrag richtet sich an akut Leidende, die jetzt so richtig „zu“ sind. Augen jucken zum rauskratzen, die Nase läuft ohne Ende oder ist total verstopft, und dazu noch besonders nachts Husten und Giemen und Pfeifen beim Atmen…

Sie haben schon probiert: Cetirizin und Ratiopharm Augentropfen – aber gebracht hat es nichts. Was tun?

Was eigentlich immer hilft ist das gute alte Cortison… weiter lesen

Es ist der häufigste „weisse“ Hautkrebs. Weiss ist eigentlich falsch, denn meist sind diese Tumoren eher rosa oder rötlich – weil sie recht gut durchblutet sind. Weiss soll wohl eher bedeuten, dass sie nicht „schwarz“ sind, wie die meisten Melanome.

Basaliome sind Tumoren des Alters, meist treten sie erst nach dem 45.Lebensjahr auf, aber unsere jüngste Patientin war erst 18 Jahre alt.

Wichtig ist die Tatsache, dass Basaliome keine Tochtergeschwülste absiedeln, man stirbt also nicht dran. Aber sie stellen ein örtliches Problem dar: weil sie ungebremst wachsen und schließlich zerfallen können („Krebsgeschwür“). Und sie kommen überwiegend im Gesicht vor, und dort kann die Entfernung kniffelig werden.

Die Operation weiter lesen

Melanome sind die schwarzen Hautkrebse. Stimmt so nicht ganz. Melanome sind Tumoren der pigmentbildenden Zellen. Es gibt zwei Sorten Farbe, die diese Melanozyten genannten Zellen bilden: eine ist schwarz, die andere rötlich (Eumelanin/Phaeomelanin). Es gibt ja auch rothaarige und dunkelhaarige Menschen. Und die die ganzen Blonden dazu. Genauso gibt es rötliche Melanome und hellbraune und natürlich auch ganz schwarze.

Melanome können Tochtergeschwülste bilden – tun es meist aber nicht – weil sie noch keine Zeit dazu hatten. Sie wachsen nämlich nach ihrer Entstehung zunächst eher parallel zur Hautoberfläche und noch nicht in die Tiefe zu den Blut- und Lymphgefäßen hin. Wenn man sie in dieser frühen Phase zu fassen bekommt, ist der Patient dauerhaft geheilt. Der Statistiker sagt: Ist das Melanom dünner als 0,75 mm, passiert nichts. weiter lesen

Die lästigen „geplatzten“ Äderchen auf den Wangen – nicht nur, das man immer solche Apfelbäckchen hat und womöglich darauf angesprochen wird, nein, auch fühlen sie sich öfter mal ganz heiss an, und besonders glüht man, wenn man von draussen ins gutgeheizte Zimmer kommt.

Diese störenden Äderchen lassen sich recht zuverlässig und nachhaltig mit Licht beseitigen – allerdings mit besonderem Licht: Laser oder IPL (hochenergetische Blitzlampe). Bei beiden Verfahren erhitzt das verwendete Licht das rote Blut kurzfristig in den kleinen Gefäßen auf etwa 70°C. Das wiederum führt zu einer Hitzeschädigung der Gefäßwand, die daraufhin im Laufe der nächsten Tage abgebaut wird – die Ader ist verschwunden.

Wir verwenden die Blitzlampe, weil sich damit große Bezirke der Gesichtshaut in kurzer Zeit behandeln lassen – 1 Blitz verödet bis zu 5cm2 – der KTP-Laser nur 1mm2 pro Impuls. Auch wenn wir nur alle 1,5 Sekunden einen Blitz abfeuern, nach 15 Sekunden ist eine Wange behandelt – da hat der Laser gerade erst angefangen. Time is money? Nein, die Behandlung tut nämlich weh. Und nur 15 Sekunden Schmerzen sind sicher besser als 15 Minuten, die dann schon mal zur Qual ausarten…

Wie alles, was in erster Linie dem Wohlfühlen dient, ist diese Behandlung keine Kassenleistung sondern wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet.

auch Weissfleckenkrankheit genannt – aber weitaus die meisten weissen Flecken sind was anderes, und behandelbareres als Vitiligo. Lesen Sie nur weiter, wenn Sie die hautärztliche Diagnose einer Vitiligo erhalten haben.

Die weissen Flecke sind nämlich nicht gut zu behandeln.

Im Gesicht werden die besten Erfolge erzielt, die Handrücken sind die am schwersten zu normalisierenden Hautpartien, also leider die beiden auffälligsten Areale sehr unterschiedlich einer Therapie zuführbar!

Es gibt keine „Tabletten“ zur Behandlung und keine Ernährungsumstellung, die hülfe.

Die Standard-therapie ist 311nm UVB-Licht ggf. mit Cortisonsalbe. Das bedeutet in der Regel 3x / Woche zum Hautarzt – und das über Monate.

Was neu(er) ist: Frau Prof.Schallreuter aus Greifswald hat eine Therapie entwickelt, die sie als einzige in Deutschland anbietet (und infolgedessen traut die universitäre Medizin ihr nicht ganz über den Weg). Ihr Ansatz ist die Verminderung eines in der Haut von ihr festgestellten aggressiven Sauerstoffs. Dazu muss man die depigmentierten Areale mit ihrer (Pseudokatalase genannten) Salbe behandeln und gleich hinterher, zur „Aktivierung“ eine UVB 311nm Heimbestrahlung durchführen. Zusätzlich muss man alle paar Monate nach Greifswald reisen, um neue Salbe zu holen. Da Frau Prof. Schallreuters Methode (noch) nicht allgemein anerkannt ist, braucht die Krankenkasse die Kosten nicht übernehmen. Alleine das Heimbestrahlungsgerät schlägt mit 2000€ zu Buche, die Fahrkosten und die Salbe nicht mitgerechnet.

Eine Arbeit, die die Pseudokatalase-Creme-Therapie untersuchte, kommt zum Schluss, dass allein das UV-Licht den Erfolg bringt, aber hier wurde irgendwann in der Woche bestrahlt und nicht sofort nach der Einsalbung – es fand also offenbar keine „Aktivierung“ statt. Diese Arbeit stellt also kein wirkliches Argument gegen den Greifswalder Ansatz dar.

Viel mehr Untersuchungen (ausser den Veröffentlichungen der Frau Prof. Schallreuter) gibt es nicht. Frau Schallreuter hat aber in renommierten Zeitschriften veröffentlicht, keineswegs im Journal für Nichtreproduzierbare Resultate!!…

Wer also Vitiligo und ausreichend Geld hat, ist möglicherweise bei Prof. Schallreuter gut aufgehoben.

PDF-Datei dieses Betrages mit Literaturstellen

HPV

Ein sehr leidiges Kapitel der Medizin. Was ist aber HPV? Es steht für Humanes Papillioma Virus. Was verbirgt sich dahinter? Warzen. In jeder Form, Fingerwarzen, Nagelbettwarzen, Dornwarzen unter der Sohle, Fadenwarzen im Nasenloch sind noch die harmlosen. Wesentlich unangenehmer sind die Genitalwarzen, Condylome genannt. Auch diese sind HPV-bedingt, aber von einer anderen Virus-Untergruppe als die meist bei Kindern auftretenden Hand und Fußwarzen.

Die Genitalwarzen gibt es sehr grob gesagt in zwei mit dem blossen Auge zu unterscheidenden Gruppen. Die gut sichtbaren Condylomata accuminata sind kleine erhabene, oft fädige Auswüchse im Genitalbereich (aber nicht alles was da wächst, sind Viruswarzen!!). Sie sind ziemlich ansteckend und müssen behandelt werden.

Die andere Form ist viel besser versteckt: weiter lesen

Hier ist die neue Pollenflugvorhersage – für Geesthacht.


Naturheilmittel

Viele Heilmittel sind pflanzlichen Ursprungs, oder doch zumindest aus pflanzlichen Wirkstoffen weiterentwickelt. Natürlich gibt es auch Heilmittel, die tierisch oder menschlichen Ursprungs sind. Metalle oder ihre Salze sind ebenfalls „natürlich“, auch sie können Heilmittel darstellen.
Chemisch hergestellte Heilmittel müssten eigentlich alle „Chemotherapeutika“ genannt werden. Nun wird im Sprachgebrauch aber ja nun wirklich nicht gesagt: „Mein Blutdruck wird mit Chemotherapie behandelt“, andererseits sind extrem wirksame Krebsmittel, die Taxane, aus Eibenrinde hergestellt, gelten aber praktisch als Inbegriff der „Chemo”!!

Es ist also nicht ganz so einfach und klar.

Wie angenehm, dass 2010 zwei Artikel weiter lesen

Die Rinde des Niembaums wird in der ayurvedischen Medizin in ihrer Heilwirkung den Niemblättern gleichgesetzt. Sie ist in vielen Arzneien enthalten die der allgemeinen Stärkung der Gesundheit dienen. Vor allem ist die Rinde für ihre wundervollen Heilkräfte bekannt bei der Vorbeugung und Heilung von Zahnfleischkrankheiten und anderen Beschwerden im Mund und an den Zähnen. Man weiss heute, dass die Rinde eine grosse Zahl an Katechinen enthält und hochwirksame Inhaltsstoffe, die das Immunsystem harmonisieren und stimulieren. Die Rinde enthält 3,43% Protein, 0,68% Alkaloide und 4,16% Mineralien. Die prozentuale Zusammensetzung der Aminosäuren am Gesamtprotein ist, wie die Wissenschaft festgestellt hat: Argenin 0,125%, Asparagin-Säure 0,375%, aspartische Säure 0,28%, Zystein 0,5%, Glutaminsäure 0,239%, Isoleucin 0,057%, Methinin 0,125%, Norleucin 0,128% Phenylalanin 0,088%, Prolin 0,3% und Tryptophan 0,456%. Einige der anderen wichtigen Inhaltsstoffe, die man gefunden hat, sind: Nimbin, Nimbinin, Nimbidin, Nimbosterol, (und einen magosinen) Bitterstoff.

Manche Studien der medizinischen Wirkungen der Rinde haben zu folgenden interessanten Feststellung geführt: Polysaccharide im Extrakt der Niemrinde besitzen Eigenschaften, die gegen Geschwüre wirken, die Bildung von Interferon fördern und Entzündungen bekämpfen. Die Niemrinde enthält (Gallensäure), Galloketechin, Epikatechin, Katechin und Eligallokatechin. Die Phenolstoffe der Rinde werden als Hauptwirkstoffe bei der Bekämpfung von Entzündungen angesehen. Niemrinde verstärkt die Immunität der Zellen durch Stimulierung der Lymphozytenfunktion. Das erweist sich durch die Steigerungen an MIF, einem Lymphokin, das Makrophagen im Körper an Monozyten heftet, wo diese aktiv sind. Die Fähigkeiten der Niemrinde das Immunsystem anzuregen, ist möglicherweise der entscheidende Faktor, warum Niem allgemeine stimulierende Eigenschaften besitzt und heilend auf die Haut wirkt.

Quelle: http://home.ebmnet.ch/kokosnuss/index.html – Leider kein Autor genannt

Es tut sich was bei der Neurodermitis-Therapie. Lichtimpfung ist das Stichwort. Kein Kortison, kein UV-Licht, keine Salbe, keine Tabletten, kein Wunderheiler, keine Kügelchen – noch nicht einmal was Alternatives.

Bei der Therapie des Handekzems (wenn man so will, einer auf der Hand stattfindenden Neurodermitis) wird seit einigen Jahren in einigen Zentren eine Lichttherapie mit extrem hellem blauem Licht mit gutem Erfolg durchgeführt.
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MTX  -  Richtig verwenden.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Medikamenten wird MTX nicht täglich eingenommen, sondern nur EINMAL pro WOCHE.

MTX hemmt nicht nur die Schuppenflechte, sondern auch die Magen/Darmschleimhaut und die Blutbildung. Aus dieser Ecke kommen dann auch die möglichen Nebenwirkungen: Bauchschmerzen – die merkt man selbst – und Abfall der weissen Blutkörperchen – das muss gemessen werden, denn wenn man die entsprechenden Nebenwirkungen merkt, dann ist man schon sehr gefährlich krank…

Leider scheint es so zu sein, das die Blutbild schädigende Wirkung auch nach langer soweit ohne Probleme vertragener Dosierung auftreten kann. Daher muss alle 4 Wochen das Blutbild kontrolliert werden!

Wann soll kontrolliert werden?

Am Tage vor der wöchentlichen Dosis!

Warum ? – weil sich das Blutbild normalisiert haben muß, bevor die nächste Dosis gegeben wird. Sind zuwenig weisse Blutkörperchen vorhanden, könnte die nächste MTX-Gabe ihre Zahl soweit in den Keller befördern, daß man wegen des ausgefallenen Immunsystems krank wird.

Also als Beispiel:

Aufklärungsbogen der Hautarztpraxis Geesthacht für die DPCP-Therapie

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

bei Ihnen ist zur Behandlung des sog. „kreisrunden Haarausfalls“ (Alopecia areata) eine Behandlung mit der Substanz Diphenylcyclopropenon (DPCP) vorgesehen. In einer ersten Sitzung wird dabei auf einer ca. 5 cm² großen Fläche der Kopfhaut eine 2% ige Lösung der Substanz aufgetragen. Hierdurch bildet sich innerhalb von 14 Tagen eine Allergie gegen DPCP. Bei den anschließenden wöchentlich stattfindenden Pinselungen der betroffenen Stellen am Kopf wird die anzuwendende Konzentration so lange Schritt für Schritt gesteigert bis sich ein mildes allergisches Kontaktekzem (Jucken und leichte Rötung für 1-2 Tage) zeigt. In einzelnen Fällen ist auch eine sehr starke Hautreaktion (z.B. Blasenbildung) möglich, die einer hautärztlichen Behandlung bedarf. Ansonsten ist diese Allergie für Ihren Körper ohne Bedeutung, da – abgesehen von den Therapiesitzungen – ein Kontakt mit dem Stoff nicht möglich ist. Er kommt in der natürlichen Umwelt nicht vor. Die Behandlung muss wöchentlich durchgeführt werden, bis es zu einem stabilen Nachwachsen der Haare kommt. Danach kann ein Auslassversuch durchgeführt werden.

Erklärungsversuch weiter lesen

Hier finden Sie eine kleine Führung durch unsere neue Praxis:

Unsere neue Hautarzt-Praxis in der Geesthachter Schillerstraße

 

Vitamin A Säure (Tretionin) ist ein hervorragendes Mittel um Comedonen (Mitesser) nicht mehr entstehen zu lassen. Es kann allerdings sehr leicht reizend wirken, so dass eine gewisse Strategie in der Anwendung nötig ist. Man sollte mit geringen Mengen pro Tag beginnen um sich an die reizenden Nebenwirkungen zu gewöhnen. Im weiteren Verlauf kann man langsam steigern, die Haut nimmt es dann nicht mehr übel.

Da die Wirkung leider erst nach einigen Wochen wirklich zu sehen ist, muss man leider recht geduldig sein, hat aber im Gegenzug auch genügend Zeit, um sich an die Nebenwirkungen zu gewöhnen.

Da Vitamin A Säure ein vorbeugendes Mittel ist, ist es sinnvoll, sich dieses Medikament überall dorthin zu schmieren  wo man Pickel kriegen könnte oder gehabt hat – also auf die unreine Haut – und nicht nur auf den akuten roten Knoten, dort nützt es eigentlich gar nichts mehr. Des weiteren sollte man gleichzeitig keine Peeling Maßnahmen durchführen, da das Vitamin A selbst die beste Peelingcreme ist. Man provoziert so nur unnötige weitere Reizungen.

Von großer Bedeutung ist ebenfalls die Zubereitung dieser Creme. Ich bevorzuge eine spezielle Grundlage für meine Vitamin A Säure Rezepturen,  weil diese durch ihre Hautfett-Ähnlichkeit die Hautreizung auf ein Minimum beschränkt.  Die erhältlichen Fertigarzneimittel mit Vitamin A Säure sind meiner Ansicht nach deutlich stärker reizend.

Doxycyclin und Minocyclin sind Angehörige einer sehr alten Antibiotikagruppe, der Tetracycline. Sie haben neben ihrer antibakteriellen Wirkung noch eine weitere, die wir in der Dermatologie gerne ausnutzen: Sie bremsen die Entzündungsaktivität der weißen Blutkörperchen. Zahlenmäßig am häufigsten benutzten wir diesen Effekt bei der  Akne vulgares. Erfreulicherweise tritt dieser Effekt bereits bei einer Dosis auf, die noch keine antibiotische Wirkung entfaltet,  so dass man nicht mit Nebenwirkungen wie Durchfall oder Scheidenpilzen rechnen muss.

Bei längerem Gebrauch von Minocyclin kann es in sehr seltenen Fällen zu absonderlichen allergischen Nebenwirkung kommen, die von einer allergischen Lungenentzündung über Leberentzündung bis hin zu rheumaartigen Symptomen führen kann. Diese Symptome  verschwinden zwar nach dem Absetzen; trotzdem sollte das Medikament aber nicht über lange Zeit gegeben werden.

Doxycyclin macht in normaler Dosis lichtempfindlich, ist so dass der Anwender im Sommer sonnenbrandartige Symptome verspüren kann. Bei den niedrigen Dosen ist mir das jedoch noch nicht begegnet.

Generell gilt, dass die Wirkung dieser Medikamente nur solange andauert wie man sie nimmt.  Daher sollten diese Tetracycline  immer mit einer Creme kombiniert werden, die die Ursachen der Pickelbildung bekämpft: nämlich der Bildung der Mitesser (Komedonen) vorbeugt.  Dieses ist in aller Regel ein Vitamin A Abkömmling, entweder Vitamin A Säure (Tretinonin) oder Adaptalen.

Aknenormin ist Isotretionin

Wenn es in der Hautheilkunde ein Wundermittel gibt – hier ist es.

Vor über 30 Jahren wurde Isotretionin von Berliner Hautärzten erstmals hergestellt, sie ist ein so genannter Abkömmling eines anderen Retinoids: Vitamin A. Von Vitamin A wusste man, dass es gegen Akne helfen konnte, dies aber nur auf Kosten einer unangenehmen Vitamin A Vergiftung.

In der Hoffnung, durch Veränderungen am Molekül eine Substanz zu erhalten, die bei weniger Nebenwirkungen mehr erwünschte Wirkungen aufweist, synthetisierte man damals eine ganze Reihe von Vitamin-A-Abkömmlingen.

13-trans-Retinsäure (= Tretionin) stellte sich als lokal wirksam gegen Akne heraus, noch heute ist die Substanz (auch Vitamin-A-Säure genannt) ein Standardmittel gegen Mitesser in arzneilichen Cremes.

13-cis-Retinsäure (= Isotretionin) aber war der Hammer: weiter lesen

MTX – Methotrexat ist eines der ersten “designten”, also gezielt konstruierten und nicht zufällig gefundenen Heilmittel gegen bestimmte Entzündungen. Es ist ein Stoff, der chemisch so ähnlich aussieht wie Folsäure (ein sog. B-Vitamin). Dieses Imitat schummelt sich in der Zelle an die Stelle der Folsäure und verhindert dort eine Zeitlang die normale Folsäurewirkung. Da Folsäure bei der Zellteilung unabdingbar ist, kann sich die Zelle jetzt eine Zeitlang nicht teilen.

Da aber bei der Schuppenflechte sowohl die Hornzellen verrückt spielen (sie vermehren sich massiv und schuppen reichlich ab: SCHUPPEN-Flechte) als auch die die Entzündung anfeuernden weissen Blutkörperchen viel zu reichlich hergestellt werden, trifft man mit einer allgemeinen Zellvermehrungsbremse zwei der wichtigen Mitspieler bei der Schuppenflechte. Natürlich trifft es auch alle anderen sich (schnell) teilenden Zellen, sodass man gewisse Vorsichtsmaßnahmen beachten muss: Das allgemeine Blutbild muss regelmäßig kontrolliert werden, und auch die Leber darf nicht unbeobachtet bleiben. Vor dem Beginn einer MTX-Behandlung kann noch das Risiko bestimmt werden, mit den es zu einer therapiebedingten Leberschädigung kommen kann, die Untersuchung ist zu empfehlen.

MTX-Wie gehts praktisch?

Seit dem 5. Januar sind wir in der Schillerstr. 29 über dem Neuen Kino anzutreffen.

Wir freuen uns, Sie in den neuen Räumen begrüßen zu dürfen!

Nagelpilz

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Nagel bei Erstvorstellung

Die Nagelveränderung muss als erstes richtig diagnostiziert werden – es können sich dahinter mechanische Schädigungen, bakterielle Infekte, angeborene Störungen bis hin zum schwarzen Hautkrebs verstecken.

Der richtig diagnostizierte Nagelpilz ist aber immer noch mühsam zu behandeln. Sagte man noch vor einigen Jahren „Vergiss den Pilz, denk an die Nebenwirkungen der Behandlung!“ gilt das nicht mehr so, denn die Medikamente und besonders die Therapiestrategie haben sich gewandelt.

Durch eine Kombination von verschiedenen Maßnahmen lassen sich Nebenwirkungen praktisch verhindern. Im Einzelnen sollte in der Regel weiter lesen

Seborrhoisches Ekzem

Als Ekzem ist für mich das Seborrhoische Ekzem eine Intoleranzreaktion.

Intolerant auf was?

Nun, die meisten Menschen, die ein solches Ekzem aufweisen und daran so stark leiden, dass sie den Hautarzt aufsuchen, berichten über Unverträglichkeiten diverser Cremes und Salben, die sie sich (ins Gesicht) schmieren.

Also möglicherweise intolerant auf Bestandteile dieser Cremes.

Kandidaten sind die Emulgatoren und Parfümstoffe.

Aber auch die Dermatologische Forschung hat einen Kandidaten bereit: weiter lesen

Lichtallergie

Besonders im Frühjahr aktuell – und eigentlich nie eine „Allergie“… Die Sonnenunverträglichkeit ist nichts anderes als ein plötzliches Zuviel an Sonne! Unsere sonnenentwöhnte Winterhaut bekommt in den ersten Sonnentagen des Frühjahrs ganz einfach eine Überdosis Licht ab. Das gleiche kann passieren, wenn wir uns am ersten Urlaubstag in Spanien stundenlang in die Sonne legen. Zwar verständlich, denn die zwei Wochen sind schnell vorbei, aber ziemlich ungesund. weiter lesen

Sentinel  Lymphknotenbiopsie (SNB) bei Malignem Melanom

Eine Beeinflussung der individuellen Melanom-Erkrankung durch generelle (immer erfolgende) Entfernung der ableitenden Lymphknoten konnte in zahlreichen Studien nicht festgestellt werden, sicher hingegen sind die Folgeschäden wie chronischer Lymphstau in Arm oder Bein.

Aus diesem Grund hat man sich die SNB ausgedacht, um dem Patienten die große Operation zu ersparen, wenn er sowieso tumorfreie Lymphknoten hat. Die SNB ist ein operativer Eingriff bei Patienten, der entweder während oder kurz nach der Operation des Hauttumors erfolgt.

Stunden nach Injektion eines radioaktiven Materials in die Tumorumgebung kann der sog. Schildwächter-Lymphknoten (SN) identifiziert und herausgenommen werden. Er stellt die erste Filterstation der Lymphe aus dem Tumor dar. Die Operation ist relativ unaufwendig und hat kaum Komplikationen oder Folgeschäden.

Nachdem nun festgestellt worden war, dass die radikale Lymph-OP nur schadet, war der patientenfreundlichere nächste Ansatz also nur dann eine große Lymphknotenausräumung, wenn die SNB Tumorbefall zeigt. Hier wurde eine große Studie aufgelegt: MSLT I. In ihr bekamen Patienten mit mitteldicken Melanomen (1,2-3,5mm) und ohne tastbare Lymphknoten entweder

  1. eine SNB mit nachfolgender radikaler Lymph-OP bei positiver Histologie oder
  2. nur Nachkontrollen – aber eine Lymph-OP, wenn sich Tumorabsiedlungen tasten ließen.

Nach 5 Jahren fand sich kein Unterschied im Langzeitüberleben. Weitere Studien konnten dies bestätigen. weiter lesen

Auf die Haut aufgetragene Cortisonsalbe hat nach einer Studie, welche im renommierten JAAD (Journal der Amerikanischen Akademie für Dermatologie) veröffentlicht wurde, keine nachweisbaren Folgen für das ungeborene Kind – wenn man die längere Verwendung extrem starker Cortisonsalben und die Anwendung in den ersten drei Monaten nicht berücksichtigt, hier wurde eine leichte Zunahme von Hasenscharten (Mund-Kiefer-Gaumenspalten) vermutet.

Gesunder Menschenverstand reicht also aus: Schwangere wird man kaum mit einem Hammercortison behandeln – und in den ersten drei Monaten ist ja sowieso fast alles tabu…

Das brauchen wir: 40%ige Salizylvaseline  und Hühneraugenringe

Das Hühnerauge wird umrandet. Der Hohlraum wird mit der Salbe vollgespachtelt

Und dann wird das Ganze für 48h mit Leukoplast verpackt.

Dann wird die weiss gewordene Warze mit einem Instrument abgeschabt und danach geht es wieder vorn vorne los. Bis die Warze weg ist.

Hautkrebsfrüherkennung. Was kann man selbst tun? Soll man die ABCD-Regel lernen und jeden einzelnen Leberfleck nach diesen Kriterien einsortieren? Nein, das ist umständlich und nicht praktikabel! Aus der Erfahrung mit Patienten haben die Hautärzte gelernt: Die meisten Fälle von Schwarzem Hautkrebs kommen spontan in die Praxis und werden nicht bei einer Vorsorge entdeckt. Und warum kommen die Patienten? Weil sie einen “Komischen Fleck” entdeckt (bekommen) haben oder weil ein Leberfleck wächst oder sich irgendwie verändert.

Also?

Es ist das Mal, das nicht in die Reihe der anderen vorhandenen Male passt. Wir nennen es auch das “Häßliche Entlein”. Jedes Kleinkind findet das Zebra aus der Pferdeherde heraus.

Und das Mal, das sich irgendwie verändert, ist untersuchungspflichtig.

Die Regel heißt nur noch AA-Regel. “Anders” und “Änderung”.

Und dann noch die richtige Zielgruppe: Zwar nimmt die Häufigkeit des Melanoms mit steigendem Lebensalter zu, aber es gibt eine auffällige Häufung dicker und damit gefährlicher Melanome bei jungen Frauen, (meist blond und hellhäutig) und bei Männern, die nicht in einer Partnerschaft leben. Die ersten haben oft rote Melanome – und rechnen nicht mit einer Tumorentstehung, die anderen verloddern so vor sich hin und kümmern sich wenig um ihre Gesundheit.

Die Basaliome und Spinaliome (der weisse Hautkrebs) sind eine echte “Alterserscheinung”, jedenfalls vor dem 40.Geburtstag äußerst selten. Da sie so langsam wachsen, hat der ältere Mensch sich oft fast dran gewöhnt da “etwas” zu haben. Diese Tumore gehören ebenfalls entfernt, da sie kein Stoppsignal kennen und, wenn auch meist langsam, immer größer werden und dann doch zu einem Problem werden – oder wer möchte schon gerne mit einem großen Defekt mitten im Gesicht herumlaufen?

Merkelzelltumore sind sehr selten und sehr tückisch. Sie wachsen schnell und haben kein typisches Aussehen. Und weil sie so selten sind, wird die Diagnose meist erst durch eine feingewebliche Untersuchung gestellt – sie kennt  auch der Hautarzt eher nur theoretisch und hat vielleicht zwei oder drei in seinem beruflichen Leben gesehen. Also auch hier greift die Regel: Änderung einer Hautveränderung  ist verdächtig!! Therapie sollte immer nur in Krankenhäusern der Maximalversorgung erfolgen.

Viele Psoriasispatienten leiden auch unter Gelenkbeschwerden, die mit der Schuppenflechte im Zusammenhang stehen. Die daher so bezeichnete Psoriasis-Arthritis verläuft anders als das allseits bekannte “Rheuma”, die Rheumatoide Arthritis. Meist nicht so schwer, aber es gibt auch hier sehr unangenehme Krankheitsverläufe!

Unser Bestreben ist es, die Beschwerden frühzeitig zu erkennen, bzw. von ihnen zu erfahren, damit die Entzündung nicht fortschreitet und zu Gelenkzerstörungen führt, denn hier kann man durch Behandlung einiges beeinflussen.

Die Beschwerden reichen von Schmerzen in einzelnen Gelenken, Entzündungen aller Gelenke eines Fingers/Zehs über sehr starke Schmerzen in den Ansatzpunkten der Sehnen am Knochen (Enthesiopathie) bis hin zu Arthritis im Wirbelsäulenbereich ähnlich dem Morbus Bechterew.

Im Labor ist der “Rheuma-Faktor” meist negativ, aber die Diagnose “Psoriasis-Arthritis” sollte nicht erst gestellt werden, wenn Veränderungen im Röntgenbild zu sehen sind – dann sind nämlich schon Gelenkzerstörungen vorhanden!

Sollten Sie selbst ein Handekzem haben, finden Sie nachfolgend die aus unserer Sicht wichtigsten Hinweise und Tipps:

● zum Händewaschen nur lauwarmes Wasser und milde parfümfreie Flüssigsyndets verwenden; sorgfältig mit klarem Wasser nachspülen und gut abtrocknen, insbesondere die Fingerzwischenräume;

● zur Handreinigung, auch bei stärkerer Verschmutzung, möglichst keine Handwaschpasten oder Bürsten benutzen;

● nach jedem Händewaschen geeignete Hautpflege durchführen, Creme dünn auftragen und gut einmassieren, dabei am Handrücken beginnen und Fingerzwischenräume nicht vergessen;

● bei Wasserkontakt oder Hausarbeit keine Ringe tragen, die Innenseite der Ringe häufiger mit warmem Wasser und Bürste reinigen;

● Wäsche möglichst nur in der Waschmaschine waschen;

● direkten Hautkontakt mit Waschmitteln (flüssig oder fest) und starken Reinigungsmitteln vermeiden;

● Geschirr nach Möglichkeit unter laufendem warmem Wasser und mit geringen Mengen eines milden Geschirrspülmittels spülen, am besten ist aber der Gebrauch einer Spülmaschine;

● direkten Kontakt mit organischen Lösungsmitteln, Fleckenentfernern, Alkohol, Benzin, Terpentin, Spiritus, Petroleum und Verdünnern meiden;

● auch Polituren (Metall-, Boden-, Auto-, Möbelpolitur, Bohnerwachs, Schuhcreme, Fensterputzmittel) nicht auf die Haut bringen;

● Zitrusfrüchte, Tomaten und rohe Kartoffeln nicht mit bloßen Händen pressen oder schälen;

● in der akuten Phase des Handekzems bei der Haarwäsche Plastikhandschuhe tragen oder sich die Haare waschen lassen; gleiches gilt für die Anwendung von Haarlotionen und -cremes sowie Färbe oder Bleichmitteln;

● vor Kälte durch das Tragen von Handschuhen schützen;

● wenn sich direkter Kontakt mit hautreizenden Stoffen oder längerer Wasserkontakt nicht vermeiden lässt, Handschuhe aus Plastik oder PVC – nicht aus Gummi – tragen! Falls die Hände in den Handschuhen feucht werden, diese ausziehen, auf links wenden, mit klarem Wasser abspülen und an der Luft trocknen lassen;

● Alle genannten Punkte mindestens für ein halbes Jahr nach Heilung des Ekzems beachten, da die Haut in der Heilungsphase eine geringere Widerstandskraft hat.

Haben Sie weitere Tipps oder Erfahrungen, die auch für andere von nutzen sein könnten? Falls ja, schreiben Sie uns gerne einen Kommentar dazu …

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Termin beim Hautarzt

Warum dauert es so lange bis Sie einen Termin bekommen? Vielleicht zur Hautkrebsfrüherkennung?

Rechnen wir doch mal nach:

80 Millionen Deutsche

60 Millionen Anspruchsberechtigte Kassenpatienten in 2 Jahren. (Manche Kassen alle 2 Jahre, manche jährlich, einige ab Geburt, andere ab 35. Lebensjahr, kommt so hin)

3.000 niedergelassene Hautärzte.

Macht 10.000 Patienten / Jahr und Hautarzt.

Würde man 15 min / Patient benötigen, wären das 2.500 Std/ anno. Angenommen man hielte das Vorsorgen 8 Std. täglich aus – ohne komplett wahnsinnig zu werden, wären das 312,5 Tage.

Ach ja, und die Kranken? Von denen haben wir pro Hautarzt nur 7.200 pro Jahr. Die versorgen wir in den letzten 52 Tagen des Jahres, und zwar jeden 3,47 Minuten. Da aber Patienten mehrfach im Jahr kommen, bleibt letztlich vielleicht 1 Minute / Patientkontakt.

Da sind 2 Monate Wartezeit für die Früherkennung doch so schlecht nicht – oder??

Kosmetikprodukte werden in der Regel für Erwachsene konzipiert. Kunden sind da­her oft unsicher, welches Präparat sich für Kinder oder Babys nutzen lässt. Nicht je­des — wenn es etwa für Kinderhaut ungeeignete oder zu hoch dosierte Stoffe enthält.

Selten werden kosmetische Präparate von vorneherein für die Haut von Säuglingen und Kleinkindern entwickelt. Die Anzahl diesbezüglich ausgelobter Produkte ist gering. Pflegeprodukte aus dem Erwachsenenbereich werden daher manchmal als Notnagel benutzt. Aber ist das sinnvoll?

Kinderhaut ist anders als die von Erwachsenen. Vor allem auch Babyhaut hat eine vergleichs­weise geringe Dicke und ist sehr durchlässig. Daraus könnte man folgern, man müsse sie mittels Hautpflegepräparaten besonders inten­siv schützen. Das stimmt aber nicht. Erstens muss sich das Immunsystem entwickeln kön­nen – das heißt, die Wirkung äußerer Reize sollte nicht unterbunden werden. Zweitens wir­ken sich belastende Inhaltsstoffe auf den Orga­nismus insgesamt ungleich höher aus, da die Hautfläche vergleichsweise klein ist. Grund­sätzlich sollte die Hautpflege daher nur ein Hilfsmittel bei Defiziten sein. weiter lesen

Wenn es juckt am Kopf, gerade am jungen Kopf, können es Kopfläuse sein – müssen es aber nicht! Nachfolgend die wichtigsten Tipps.

Wenn Sie sich unsicher sind, in Sachen Läusebefall Zweifel haben sollten, wenden Sie sich bitte an Ihren Hautarzt – das sei voraus geschickt!

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wenn die Kopfhaut ungewöhnlich stark juckt oder Sie von einem Kopflausbefall in Ihrem Umfeld erfahren, den Kopf genau untersuchen, besonders an den Schläfen, hinter den Ohren und im Nacken. Hilfreich kann dabei die Verwendung eines Nissenkammes sein, mit dem man die Haare Strähne für Strähne durchkämmt. Eine Pflegespülung erleichtert das Durchkämmen.
  • Bei Kopflausbefall den Kopf mit einem zugelassenen Arzneimittel behandeln, das Permethrin, Pyrethrum, Allethrin oder Lindan enthält und das Sie in der Apotheke bekommen. Packungsbeilage durchlesen und genau danach verfahren. Die Behandlung unbedingt nach acht Tagen wiederholen.
  • Vorsicht bei der Anwendung von chemischen Läusemitteln in der Schwangerschaft und Stillzeit – Herstellerhinweise genau beachten. Kinder im Säuglingsalter sollten vom Arzt behandelt werden.
  • Wenn Sie bei Ihrem Kind einen Kopflausbefall feststellen, sofort die Schule oder Kinderbetreuungseinrichtung, die ihr Kind besucht, sowie Ihr sonstiges näheres Umfeld benachrichtigen.
  • Alle Personen, zu denen näherer Kontakt bestand (Familie, Kindergartengruppen, Schulklasse), genau kontrollieren; Familienmitglieder unter Umständen gleich mitbehandeln.
  • Textilien, Gebrauchs- und Einrichtungsgegenstände, die mit Haupthaar in Berührung kommen, sorgfältig reinigen (Wäsche bei mindestens 60 Grad, sorgfältiges Absaugen). Kein Einsatz von Desinfektionsmitteln oder Insektiziden.

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Läuseratgeber

Warzentherapie ohne Operation

1. Bei starken Verhornungen  Abpflastern der betroffenen War­zen bzw. der Warzenareale mit Salizylsäure-Pflaster (z. B. Guttaplast®), das in der Größe der entsprechenden Warzen bzw. Warzenareale zugeschnitten wird (1 mm über den War­zenrand hinausreichend).

Die Salizylsäure-Pflaster-Läppchen (z.B. Guttaplast®) werden mit Fixierungspflaster (z. B. Leukoplast®) fest fixiert.

2. Nach 3-4 Tagen wird das Salizylsäure-Pflaster (z. B. Gutta­plast®) erstmals abgenommen. Nach einem 15-minütigen Bad des befallenen Körperteils können die erweichten Horn­schichten mit einem mäßig scharfen Instrument (beispiels­weise Ringkürette, Hornhauthobel oder Rückseite des Küchenmessers, auch Nagelschere) abgetra­gen werden.

3. Sind immer noch dichte Hornschichten vorhanden, empfiehlt sich die Wiederholung einer Salizylsäure-Pflaster-Anwendung für 4 Tage.

4. Nach Abtragung der Hornschicht wird die Behandlung mit der rezeptierten Warzensalbe begonnen, die jeweils 2 x täg­lich aufzutragen ist. Die mit der Salbe behandelte Warze wird mit Pflaster abgedeckt.

Durch die Warzensalbe kann es zu einer blauschwarzen Ver­färbung der Wäsche (daher Pflasterverband) und der behan­delten Haut kommen. Bei größeren Warzen wird die Umge­bung mit harter Zinkpaste geschützt.

5. Die Warzensalbe wird etwa 10 Tage lang regelmäßig aufge­tragen.

6. Fortsetzung der Behandlung mit einem sogenannten erneu­ten Salizylsäure-Pflaster-Turnus; es wird, von der Dicke der Hornschicht abhängig, wieder 4 Tage lang auf den betroffe­nen Arealen belassen.

Und hier wird eine alternative Methode beschrieben, bei manchen hält die Salizylsäure so besser

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Krätze (Skabies)

Bei der Krätze (Skabies) handelt es sich um eine hochansteckende Hauterkrankung beim Menschen. Sie wird durch den Befall der Krätzemilbe (Sarcoptes scabiei) verursacht und führt zu einer Hautentzündung mit extrem starken Juckreiz, der vor allem nachts auftritt.

Nach dem Infektionsschutzgesetz gehört die Krätze zwar nicht zu den in jedem Einzelfall meldepflichtigen Krankheiten. Da jedoch häufig Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Kinder- und Jugendheime sowie Alteneinrichtungen betroffen sind, sollte das zuständige Gesundheitsamt bei Auftreten der Krätze in diesen Einrichtungen verständigt werden. weiter lesen

Hier sind die Melanome der letzten Monate abgebildet. Weitere Ansichten: hier

Durch Anklicken des Bildes ist eine Vergrößerung möglich!

Wie Sie vielleicht sehen, entsprechen durchaus nicht alle Tumore den üblichen Vorstellungen von “Schwarzem Hautkrebs”. Besonders die Roten sind hinterlistig, denn sie fallen durch das Raster, wenn man nach “Schwarz” sucht.

Das andere sind Alterswarzen...

ein richtiger Schwarzer Hautkrebs

ein "Red Melanoma" auch schon lange bevor der Knoten auftrat

Ein häßliches Entlein - wer hätte es gedacht...klicken Sie drauf!!

Ganz harmlos aussehend...

Hätten wir fast übersehen...

Der Säureschutzmantel ist physikalisch gesehen ja eine mehrfache Schicht flacher Fettmembranen. Es gibt Cremes, die diese Membranstruktur haben, wenn Sie wollen, sind das “naturidentische” Produkte, auf jeden Fall besser als Salben aus Erdöl (Vaseline) oder Schafswollfett (Eucerid).

Ich empfehle als Produkt Cremes von

Dermadividuals: DMS-Basiscremes

Unsere Haut besteht grob gesagt aus zwei Schichten: Der Unterhaut und der Hornhautschicht. Verletzungen der Unterhaut bluten, weil sich dort die Adern befinden. Und bei kleinsten Verletzungen bluten wir: Die Hornschicht ist nur sehr dünn, Bruchteile eines Millimeters; und doch schützt sie den gesamten Menschen vor seiner Umwelt (Sonne, Bakterien, Schadstoffe usw) und verhindert, das wir „auslaufen“, das Wasser bleibt drinnen.

Die Zellen der Hornhautschicht vermehren sich nur in ihrer untersten Zelllage und werden dann ganz schnell nach oben gedrückt, weil unten kein Platz mehr ist. Bei dieser Wanderung zur Hautoberfläche hin reifen die Zellen und verwandeln sich in eine wasserundurchlässige Schicht. Für diesen Zweck opfern sie alles: das gesamte Zellmaterial wird in Fettmembranen und Kittsubstanz umgewandelt. Dabei … weiter lesen

Psoriasis


Die Psoriasis ähnelt mehr einer Strafe als einer Krankheit. Im Regelfall ist sie, einmal ausgebrochen, lebenslang dem Opfer treu. Und – sie ist sichtbar. Der Psoriasiskranke ist also Gegenstand von mitfühlenden Fragen seiner Bekannten bis hin zu aggressiven Bemerkungen wildfremder Menschen im Freibad, beides etwas, worauf man sehr gut verzichten kann. Außerdem kann die Schuppenflechte heftig jucken, überall liegen Schuppen herum und das tägliche Management der Haut verbraucht viel Zeit, für die man Besseres wüsste.

Es nützt wenig zu wissen, dass etwa 2 Prozent der Deutschen ebenfalls Psoriasis haben, sie oft nur auf der Kopfhaut ihr Unwesen treibt, und dass man nicht an Schuppenflechte stirbt. Sie soll weg!!

Die Psoriasis ist, wie sich erst seit einigen Jahren gezeigt hat, ein eigenständiger Risikofaktor für die Entwicklung von Diabetes, Hochdruck und Herzinfarkt. Vermutlich ist die fortwährende Entzündung im Körper die Ursache für das Anschieben der anderen Erkrankungen. weiter lesen

Die Wörter in der Textwolke kann man mit der Maus einfangen und anklicken … dann zeigt das Suchergebnis alle Artikel zu diesem Stichwort!

Cortisontherapie der Neurodermitis

Die Neurodermitis ist eine der häufigsten Hauterkrankungen. Durch die wiederholten  Rückfälle beeinträchtigt sie die Lebensqualität oft sehr. Durch eine Behandlung mit Cortison-Salben ist der akute Schub fast immer zur Abheilung zu bringen. Und vor  einigen Jahren konnte gezeigt werden, dass durch eine neuartige Behandlungs-Strategie die lästigen Rückfälle verhindert werden können, ohne dass man Nebenwirkungen erleiden muss.

Früher wurde empfohlen, nach Abschluss der Cortisonbehandlung nur noch wirkstofffreie Pflegecremes oder -Salben zu verwenden („nehmen Sie Linola-Fett“) und dann erst beim sichtbaren Wiederaufflammen der Hautentzündung erneut „zuzuschlagen“.

Das hat leider mehrere unangenehme Nebenwirkungen: weiter lesen

„Ein Ekzem ist, was wie ein Ekzem aussieht!“  O-Ton Prof. Dr.med. Dr.med. h.c. Enno Christophers em. Direktor der Universitätshautklinik Kiel.

Am besten wissen wir über die Herkunft des Wortes Ekzem Bescheid – das Ekzem als solches ist aber recht schwer einzuordnen.

Die Auslöser eines Ekzems kommen in der Regel von außen an die Haut heran, im Gegensatz zum Exanthem – dem Ausschlag, der von innen nach außen aus-schlägt… Oft trifft der Auslöser aber eine vorgeschädigte Haut an, und das ruft viel leichter ein Ekzem hervor als bei Hautgesunden. Die modernste Definition des Ekzems ist seine Einordnung als Intoleranzreaktion. Die Haut reagiert intolerant auf Einflüsse von außen.

Als identifizierbare Auslöser kommen in Frage

  • einfach schädigende (sog. toxische)  Stoffe , die jeden irgendwann in die Knie zwingen – zum Beispiel scharfe Reinigungsmittel, entfettende Stoffe wie Aceton oder ätzender Zement.
  • Allergisch wirkende Stoffe, die nur einzelne Personen schädigen, nämlich die mit einer Allergie…Hier sind Nickel, Chromsalze und viele in Salben (!!) verwendete Stoffe zu nennen.
  • Die genetische Bereitschaft, schnell ein  Ekzem zu bekommen, oft ohne erkennbaren Auslöser: die Neurodermitis, atopisches Ekzem oder auch endogenes Ekzem genannt.

Die Krankheit verläuft in ganz gut unterscheidbaren Stadien ab – wenn es sich um eine einmalige ausreichend starke Schädigung der Haut handelt. Zuerst ist alles rot und etwas geschwollen, dann treten feine Bläschen auf, es juckt ohne Ende, dann platzen die Bläschen … weiter lesen

Fumarsäuretherapie

die Vorgeschichte der Fumarsäuretherapie ist so sonderlich, dass ich sie unbedingt einleitend erwähnen möchte: vor über 40 Jahren machte der Chemiker Dr. Schwenkendiek eine bahnbrechende Entdeckung: Fumarsäure verbessert die Schuppenflechte. Herr Schwenkendiek hatte selbst eine Schuppenflechte, die” ihn fast auffraß” und zusätzlich die Überzeugung, dass dies eine Stoffwechselstörung sein müsste. Als Chemiker hatte er offensichtlich nicht allzu viel Ahnung von Biochemie, denn er führte seine Versuche mit Stoffen durch, die im so genannten Zitronensäure(Citrat)zyklus ineinander umgewandelt werden. Dieser Stoffwechselweg wurde in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckt und ist von zentraler Bedeutung bei der Energiegewinnung der lebendigen Zelle. Er verleidet dem Medizinstudenten das erste Chemiesemester – aber von Schuppenflechte keine Rede. Wahrscheinlich war Herr Schwenkendiek ähnlich traumatisiert, zumindest aber hatte der Citratzyklus einen tiefen Eindruck auf ihn hinterlassen. Er begann nacheinander Citrat, Isocitrat, alpha-Ketoglutarat usw. in sich hinein zu stopfen. Als er beim Salz der Fumarsäure (= Fumarat) angekommen war, stellte er fest, dass ihm nicht nur schlecht, sondern auch die Schuppenflechte besser wurde! Jetzt wurde der Chemiker in Schwenkendiek tätig: er machte die Fumarsäure durch einen chemischen Trick (Veresterung)  fettlöslich und damit besser verträglich. Seine Ergebnisse veröffentlichte er in der Zeitschrift für Erfahrungsheilkunde weiter lesen

Periorale Dermatitis oder auch Rosazea-artige Dermatitis (Dermatitis = Hautentzündung)

Diese lästige Entzündung findet sich hauptsächlich bei Frauen. Wie der Name schon sagt, sind die Hautveränderungen um den Mund herum besonders ausgeprägt, man findet sie aber auch in der Falte direkt neben dem Nasenflügel (Nasolabialfalte) und relativ häufig auch unterhalb und seitlich vom Auge. Die Hautveränderungen bestehen aus kleinsten rötlichen Erhabenheiten (Papeln), sie können jucken.

Die Ursache für die Periorale Dermatitis ist häufig vielschichtig. Etwa die Hälfte der Patientinnen würde ich als “unterirdische” Neurodermitikerinnen bezeichnen, sie haben früher als Kinder Beugenekzeme gehabt oder leiden zurzeit noch an Heuschnupfen. Bei diesen Frauen liegt eine erhebliche Reizbarkeit der Haut aufgrund eines nicht optimal ausgeprägten Säureschutzmantels vor. Bei anderen Patienten lässt sich keine allergische Vorgeschichte erheben, aber auch diese Patienten berichten in der Regel, dass sie viele Cremes und Salben im Gesicht schlecht vertragen. Von diesen Frauen nehmen wir an, dass sie den Emulgator in der herkömmlichen Gesichtspflege-Creme nicht vertragen … weiter lesen

Neurodermitis

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Die Neurodermitis ist eine häufige Krankheit des Kindesalters, aber es gibt reichlich Patienten, die auch als Erwachsene daran leiden.

Was ist aber eigentlich Neurodermitis?

Die Neurodermitis ist eine juckende Hautentzündung, deren Herde eine typische Verteilung auf der Haut zeigen. Die Krankheitsbereitschaft ist im Erbgut fixiert, sie ist vererbbar.
Die genetische Veranlagung führt zusätzlich noch zu einer Neigung zu Asthma und Heuschnupfen; als Oberbegriff hat man für das Krankheitsbild Atopisches Syndrom, oder kurz Atopie gewählt. Wegen Erblichkeit sind in der Regel weitere enge Verwandte ebenfalls „Atopiker“. Die typische Verteilung der Entzündungsherde führt oft zu einer Blickdiagnose durch den Arzt, d.h. er scheint kaum hinzusehen, hat aber schon die Diagnose gestellt. Eine ergänzende Befragung zur Familiengeschichte und zum bisherigen Verlauf sollte aber schon erfolgen, denn es gibt auch Imitationen der Neurodermitis, die natürlich eine andere Prognose haben können. Hat die begleitende Mutter aber auch typische Gesichtshautveränderungen der Atopie, ist eigentlich schon alles klar.

Aber jetzt wird es mühsam. weiter lesen

Rosacea

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Rosacea Ratgeber für Patienten der Dermatologischen Praxis Geesthacht – wenn Sie glauben, eine Rosacea zu haben, sollten Sie sich das lieber von einem Spezialisten bestätigen lassen – von Selbstversuchen raten wir ab.

Rosacea-Patienten haben meist eine reizbare bzw. schon gereizte Haut. Die oft geäußerte Bemerkung hier ist: „Ich habe schon alles mögliche ausprobiert und alles nicht (auf Dauer) vertragen“. Was tun? Das, was Sie nicht vertragen haben, absetzen!! – Also ALLES. Alles, auch das Gesichtswasser und auch „Nivea“ und die dekorative Kosmetik ebenfalls nicht vergessen!! Die Reinigung der Gesichtshaut sollte ohne Seife, Duschgel oder Haarwaschmittel erfolgen – also auch beim Haarwaschen darauf achten, dass nichts übers Gesicht läuft! Zum Haarwaschen empfehlen wir Consense lipid Shampoo, reizt am wenigsten, wenn doch mal was daneben geht. Falls Sie ein Antibiotikum bekommen haben: Sie sollten es nehmen, bis die Haut deutlich besser geworden ist, das kann nach wenigen Tagen schon der Fall sein, kann aber auch deutlich länger  dauern, als man es von einer Mandelentzündung her kennt – das ist alles normal. Bei Verordnung dieser Mittel bestellen wir Sie aber spätestens nach 21 Tagen wieder ein, um den Erfolg zu kontrollieren. weiter lesen

Akne Ratgeber

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Pickel – ätzend.

Wenn es eine Krankheit gibt, die gut behandelbar ist, dann ist es die Akne. Durch zahllose Studien wurden wirklich wirksame Behandlungen gefunden. Die von der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft herausgegebene Therapie-Leitlinie fasst diese Studien zusammen, und die Befolgung dieser Empfehlungen garantiert eine optimale Therapie.

Unsere hautärztliche Erfahrung ermöglicht ein „fine-tuning“, eine Feineinstellung der Behandlung. Dazu gehört als Erstes eine genaue Untersuchung und Feststellung der bei dem Patienten vorliegenden Akneform, denn leider gibt es nicht die Akne schlechthin, sondern verschiedene Unterarten, die sich durch Schwere, Ausdehnung, den Ort der Entzündung und hormonellen Einfluß unterscheiden. Gemeinsam ist allen Akneformen, dass es zu einer Störung der Hornschicht im Bereich der Öffnung der Haarwurzeln kommt. Jede Haarwurzel hat eine eigene Talgdrüse, aber auch andersherum haben die scheinbar haarlosen Talgdrüsen auf dem Nasenrücken ein eigenes Minihärchen! Diese Hornschichtstörung führt zum Verstopfen der Öffnung der Haarwurzel und der Talg kann nicht mehr abfließen sondern pumpt die Talgdrüse auf wie einen kleinen Luftballon. Dieses Stadium können wir bereits sehen: Es sind die Comedonen, auch Mitesser genannt: die „unreine“ Haut…

Wenn der Druck im Inneren des Mitessers zu hoch wird, … weiter lesen