Heuschnupfen

By | 8. Mai 2011

Dieser Beitrag richtet sich an akut Leidende, die jetzt so richtig „zu“ sind. Augen jucken zum rauskratzen, die Nase läuft ohne Ende oder ist total verstopft, und dazu noch besonders nachts Husten und Giemen und Pfeifen beim Atmen…

Sie haben schon probiert: Cetirizin und Ratiopharm Augentropfen – aber gebracht hat es nichts. Was tun?

Was eigentlich immer hilft ist das gute alte Cortison…Wenn ‘s einem so wirklich dreckig geht, ist es  in der Regel dem Betreffenden ziemlich egal, was er da schluckt, nur helfen soll es! Keine Angst, tut es auch. Aber einige Dinge dabei zu berücksichtigen schadet auch nicht:

  1. Beginne mit einer höheren Dosis um eine schnelle Wirkung zu erzielen.
  2. Verringere die Dosis rasch, zum Wirkungserhalt reicht deutlich weniger.
  3. Es gibt Tage, wo man gar nichts benötigt, das merkt man bald.
  4. Die Dauerdosis sollte nie 5mg Methy-Prednisolon überschreiten.
  5. Oft reicht die Tagesdosis – Folge: 8mg (Mo)- 4mg (Di) – 4mg (Mi)- Pause (Do)

 

Ganz oft leiden die Heuschnupfen-Opfer aber an einer Unterdosierung der Nicht-Cortison-Medikamente! Daher ganz wichtig: Bis zu 4 Tabletten von Loratadin oder Cetirizin sind pro Tag sicher und natürlich wirksamer als nur eine Tablette. Ausprobieren, welches am wenigsten müde macht, jeder reagiert anders. Die Fa. ADGC stellt die allerbilligsten Antihistamine her – diese werden natürlich in der Apotheke nicht aktiv angeboten, man muss danach fragen.

Es gibt auch Augentropfen, die eine Wirkung haben: Zaditen® – müssen aber verschrieben werden.

Nasenspray: Vorsicht mit nicht verschreibungspflichtigen Sachen, diese die Nasenschleimhaut abschwellenden Mittel machen nach kurzer Zeit abhängig, die Nase wird immer dichter… Besser sind hier lokal anwendbare Cortisone, die natürlich nicht eingesprüht werden dürfen, wenn die Nase gerade zugeschwollen ist – dann kommen sie nämlich nicht dahin wo sie hin sollen.

Bei Asthma oder ähnlichen Atemwegsverengungen hilft schnell ein Spray mit einem Beta-Stimulator (Der Wirkstoff endet in der Regel mit „ol“ (Salbutamol zB). Hier ist es aber ganz wichtig den richtigen Dreh beim Einatmen zu bekommen:

  1. Tief ausatmen
  2. Mund um die Sprühöffnung herum schliessen
  3. Einatmen langsam beginnen
  4. Nach einer halben Sekunde erst auf den Sprühknopf drücken – und WEITEREINATMEN!!
  5. Am Ende der Einatmung Luft anhalten.

 

Nur so bekommt man das Medikament tief in die Lunge hinein.

Naturheilverfahren – Eigenblut, Akupunktur usw. haben im Einzelfall sicher eine Wirkung – aber dieser Artikel ist für alle, die da schon durch sind, also die hard core Allergiker.

 

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