Pityriasis lichenoides

By | 8. November 2014

DSC_1349Pityriasis lichenoides acuta Mucha-Habermann (PLEVA) ist wieder mal eine typische dermatologische Diagnose…  eine Beschreibung, zwar sehr genau aber mit Verbeugung an die Erstbeschreiber  dieses Krankheitsbildes die Herrn Professoren Mucha und Habermann.

Die Internisten sind da gradliniger: Statt kleinknubbeliger verhärteter Lebererkrankung Lukull sagen die einfach „Säuferleber“. Aber zurück zur „schnell und heftig auftretenden kleieartigen kleinflechtigen Schuppung nach Mucha-Habermann“!

Wir sehen meist Kinder oder Jugendliche mit diesem Ausschlag, der den ganzen Rumpf und die Oberarme und -Beine befällt. Trotz der zT massiven Ausdehnung macht er kaum Beschwerden. Die Ursache(n) sind immer noch nicht endgültig geklärt, Favorit ist eine sogenannte „Infekt-allergische Reaktion“ – eine individuelle Antwort des Immunsystems auf einen (meist) unterirdisch bleibenden Infekt oder als „fremd“ erkannte Stoffe im Körper. Steckt also nicht an, das Problem ist eben nicht der Keim, sondern die Immun-Antwort!!

Ist der Ausschlag als behandlungswürdig eingestuft (juckt ja nicht…) wird in der Regel über einige Wochen ein Antibiotikum gegeben (die als erwünschte Nebenwirkung eine Entzündungsdämpfung machen). Bei Kindern soll es häufiger zu Rückfällen kommen und unbehandelt dauert das Ganze auch gerne mal 2 Jahre.

Wie üblich, darf der Hautarzt bei der PLEVA an alle möglichen anderen Erkrankungen denken, u.a. an Syphilis (also nicht böse sein, wenn Blut abgezapft wird!!)

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