Periorale Dermatitis oder auch Rosazea-artige Dermatitis (Dermatitis = Hautentzündung)

Diese lästige Entzündung findet sich hauptsächlich bei Frauen. Wie der Name schon sagt, sind die Hautveränderungen um den Mund herum besonders ausgeprägt, man findet sie aber auch in der Falte direkt neben dem Nasenflügel (Nasolabialfalte) und relativ häufig auch unterhalb und seitlich vom Auge. Die Hautveränderungen bestehen aus kleinsten rötlichen Erhabenheiten (Papeln), sie können jucken.

Die Ursache für die Periorale Dermatitis ist häufig vielschichtig. Etwa die Hälfte der Patientinnen würde ich als “unterirdische” Neurodermitikerinnen bezeichnen, sie haben früher als Kinder Beugenekzeme gehabt oder leiden zurzeit noch an Heuschnupfen. Bei diesen Frauen liegt eine erhebliche Reizbarkeit der Haut aufgrund eines nicht optimal ausgeprägten Säureschutzmantels vor. Bei anderen Patienten lässt sich keine allergische Vorgeschichte erheben, aber auch diese Patienten berichten in der Regel, dass sie viele Cremes und Salben im Gesicht schlecht vertragen. Von diesen Frauen nehmen wir an, dass sie den Emulgator in der herkömmlichen Gesichtspflege-Creme nicht vertragen … und eine Reizung entwickeln. Bei wiederum anderen scheint die Salbe so fett zu sein, dass die Poren verstopfen und es zu einer lokalisierten Haarwurzel-Reizung kommt.

Die letzte Gruppe der Patienten, die der Cortison-Junkies, wird langsam kleiner; hier entwickelt sich die Periorale Dermatitis als Folge einer zu lange durchgeführten lokalen Cortison-Salbentherapie. Durch die Cortisonbehandlung werden die Hauterscheinungen zunächst unterdrückt, um dann nach Absetzen der Behandlung schnell wieder zu erscheinen, es folgt eine erneute Cortisonbehandlung, die im Laufe der Zeit aber immer schlechter wirkt, außerdem weitet sich das befallene Areal immer weiter aus.

Die Therapie dieser Erkrankung besteht in allererster Linie in der Vermeidung der Auslöser. So bitter das klingt, aber sie dürfen die bisher durchgeführte Gesicht “Pflege” nicht mehr so weiterführen. Die vom Arzt verordnete Creme kann nicht wirken, wenn sie zusätzlich zu den sowieso schon zu vielen Cremes angewendet wird! Aber auch die Reinigungsmaßnahmen müssen überdacht werden:  Gesichtswasser, Gesichtstonic oder auch herunterlaufendes Haarwaschmittel können reizen und sollten nicht verwendet werden.

Gelegentlich bekommt man die Periorale Dermatitis nur in den Griff wenn man für kurze Zeit ein spezielles Antibiotikum schluckt. Dieses Medikament bremst die wild gewordenen weißen Blutkörperchen, ohne eine eigentliche antibakterielle Wirkung zu entfalten.

Empfehlenswert sind emulgatorfreie Cremes auf DMS-Basis ohne weitere Wirkstoffe zur Hautpflege.

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